Reference : Modelle zur Untersuchung von Massenbewegungen und Hangstabilität in seismischen Regionen
Scientific congresses and symposiums : Paper published in a book
Physical, chemical, mathematical & earth Sciences : Earth sciences & physical geography
http://hdl.handle.net/2268/216276
Modelle zur Untersuchung von Massenbewegungen und Hangstabilität in seismischen Regionen
English
Mreyen, Anne-Sophie mailto [Université de Liège - ULiège > Département de géologie > Géologie de l'environnement >]
Anja, Dufresne mailto []
Havenith, Hans-Balder mailto [Université de Liège - ULiège > Département de géologie > Géologie de l'environnement >]
Sep-2017
Fachsektionstage Geotechnik - Interdisziplinäres Forum
[en] 20. Tagung für Ingenieurgeologie
DGGT
356-361
No
National
Essen
Germany
Fachsektionstage Geotechnik
06-09-2017 to 08-09-2017
Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V.
Würzburg
Germany
[en] Zwei von Erdrutschen betroffene Regionen in NW- und Mitteleuropa werden mittels Hangstabilitätsanalysen in Form von 3D-Geo-Modellen und numerischer 2D-Modellierung untersucht: (1) die Hockai-Störungszone (HFZ – Hockai Fault Zone) in Ostbelgien und (2) die seismische Region Vrancea in den rumänischen Karpaten. Die Untersuchungsgebiete unterscheiden sich hinsichtlich ihrer klimatischen und seismo-tektonischen Bedingungen, sind jedoch beide von tiefsitzenden Hangbewegungen entlang aktiver bzw. inaktiver Störungszonen betroffen. Obwohl es zurzeit keinerlei eindeutige Belege massiver co-seismischer Erdrutsche in NW Europa gibt, ist die seismisch aktive HFZ in Belgien (bekannt durch das M~6-6.3 Verviers Ereignis in 1692) durch größere Massenbewegungen mit wahrscheinlichem seismischen Ursprung gekennzeichnet. Die Region Vrancea in Rumänien dagegen ist von kleineren (< 1 Mio. m³) bekannten seismischen Massenbewegungen geprägt (ausgelöst durch Erdbeben in 1940 und 1977). In solchen Regionen müssen dynamische Stabilitätsanalysen potentielles Bodenversagen durch Erdbeben berücksichtigen.
Um die Massenbewegungen beider Regionen aufzuschließen, wurden verschiedene Methoden angewandt. Zu den Erkundungsmethoden zählen geotechnische, geologische und geomorphologische Untersuchungen, wie auch geophysikalische Methoden: ERT (electrical resistivity tomography), mikroseismische Bodenunruhe-Messungen (H/V-Methode), sowie SRT (seismic refraction tomography) samt Analyse seismischer Oberflächenwellen. Insbesondere die H/V-Methode ist eine zunehmend gebräuchliche Methode zur Erkundung von Hangrutschungen (1D-Abschätzung von Lockersedimentschichten, d.h. in diesem Fall von gestörten Bodenschichten). Geomechanische Eigenschaften des Hangmaterials wurden mithilfe von kleinen geotechnischen Studien (Erkundungsbohrungen, Schmidt Hammer, Strukturanalysen) und seismischen Parametern ermittelt. 3D-Geo-Modelle ermöglichen die Integration der gemessenen Daten durch Datenfusion und geostatistische Techniken. Dabei wird die Modelloberfläche anhand hochauflösender Fernerkundungsdaten (1 m LiDAR – Light Detection and Ranging) abgebildet, der Untergrund des Untersuchungsgebiets hingegen durch die Modellierung geologischer Trennflächen und Volumina. Die Geo-Modelle dienen als Basis zur Übertragung der ermittelten Daten in 2D numerische Modelle. Eine dynamische back-analysis der Untersuchungsgebiete ermöglicht die numerische Berechnung seismischer Auswirkungen auf die rutschungsanfälligen Hänge.
http://hdl.handle.net/2268/216276

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